Rudolf Clausius

Rudolf Clausius, Prof. Dr.

1857-1867 Physik

Akademischer Lebenslauf

1840 Studium der Mathematik und Physik an der  Universität Berlin

1847 Promotion an der Universität Halle über optische Effekte in der Erdatmosphäre

1850 Professor für Physik an der Königlichen Artillerie- und Ingenieurschule in Berlin und Privatdozent an der Berliner Universität

1855-1867 Professor an der ETH

1857-1867 Professor an der Universität Zürich

1867-1869 Professor an der Universität Würzburg

1869-1888 Professor an der Universität  Bonn

1884-1885 Rektor der Universität  Bonn

Forschung

Clausius publizierte 1850 in den "Annalen der Physik" eine erste Arbeit zur Thermodynamik. Im Anschluss an das Modell von Sadi Carnot (1824) betrachtete er zunächst Kreisprozesse. Danach verallgemeinerte er die Theorie schrittweise, bis sie 1865 ihre endgültige Form erhielt. Aufgrund seiner Erkenntnisse führte er die neben der Energie wichtige thermodynamische Zustandsgrösse Entropie ein. Die zweite grosse Leistung von Clausius bestand in seiner 1857 erschienenen Arbeit über die kinetische Gastheorie, in der die idealen Gasgesetze und der Avogadrosche Satz auf atomistischer Basis begründet wurden. 1858 verwendete Clausius zum ersten Mal die mittlere freie Weglänge zwischen zwei Stössen der Gasmoleküle, ausserdem vertrat er die Ansicht, dass Moleküle aus mehr als einem Atom bestehen könnten. So erklärte er die Natur des 1839 von Christian Friedrich Schönbein in Basel entdeckten Ozons (O3). Gemeinsam mit William Thomson gilt Clausius als Begründer der Thermodynamik.

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