100 Ways of Thinking

Kein trauriger Tag

Ein Tag ohne Kochen ist für Elisabeth Bronfen ein trauriger Tag. Traurig war es also nicht, als die Anglistikprofessorin in der Kunsthalle Gäste bewirtete. Sie tat das im Rahmen der Ausstellung «100 Ways of Thinking», denn auch Kochen und Denken gehören zusammen.

Kommunikation

Kochen mit Elisabeth Bronfen. (Aufnahmen: Marita Fuchs, Schnitt: David Werner)

 

Elisabeth Bronfen ist eine leidenschaftliche Köchin. Die Anglistikprofessorin liebt die Lektüre von Kochbüchern und den Gang zum Wochenmarkt. Ganz einfache Speisen, perfekt zubereitet, können spektakulär sein, so ihre Überzeugung. Das zeigte sie letzte Woche, als sie in der Kunsthalle vor Publikum für Gäste kochte und sie anschliessend an die grosse Tafel bat. Bevor sich alle an den Tisch setzten, erzählte Bronfen von der Kunst des Kochens und gemeinsamen Essens. Erinnerungen sowie Biografisches spiegle sich in ihren Rezepten wieder, sagte sie. Prägend waren ihre aus Deutschland stammende Mutter sowie ihr jüdischer Vater, der in Brooklyn aufwuchs. 

Die Gäste konnten sich an feinen Teigtaschen, einem Kürbisrisotto und einem Dessert mit Äpfeln gütlich tun. Wie bei jedem guten Essen war die Stimmung gehoben, und die Kunsthalle verwandelte sich für Momente in einen Gourmettempel.

 

Kochbuch von Elisabeth Bronfen

Unter dem Titel «Besessen. Meine Kochmemoiren», hat Elisabeth Bronfen Gerichte aus Ländern rund um den Globus versammelt.

Elisabeth Bronfen: Besessen. Meine Kochmemoiren; Echtzeit-Verlag, Basel 2016, 475 Seiten

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